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Den Göttern ganz nah. Oder: Der Gyros-Mythos

  • Autorenbild: Isabel
    Isabel
  • 10. März 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Mein Wanderherz verlangte mal wieder nach etwas Befriedigung und so wünschte ich mir einen Ausflug zum Olymp- dem Wohnsitz der Götter.


Wir schaffen mit Kind natürlich keinen Gipfelsturm, aber die Vorstellung an diesem sagenumwobenen Berg eine kleine Tour zu machen, stimmte mich froh 😉


Wir haben ein großes Plateau am Fuße des Olymps gefunden, auf welches wir unseren Charly parken konnten.



Die Wanderung fiel etwas kläglich aus, da wir keine richtigen Wanderwege finden konnten. Einer endete plötzlich im nichts, ein anderer führte eine steile Felswand hinauf- das war mit Kind und Hund zu unsicher.

So kehrten wir um und fanden in einem kleinen Bergdorf eine Taverne.

Der Besitzer winkte uns fröhlich hinein.

Wir kamen ins Plaudern. Allerdings war sein Englisch eher mäßig und die Kommunikation lief auf "Hände und Füße" hinaus 😉 Er erzählte, dass seine Frau in München aufgewachsen sei und somit sehr gut deutsch spricht. Sie wäre abends in der Taverne.

Rico fragte ihn, ob er uns (vor allem Lucy) einen Wunsch erfüllen kann.

Viele von euch wissen sicher, dass wir nach Griechenland gefahren sind, weil unsere Tochter sich das wünschte. Ihr Hauptgrund: einmal richtig original Gyros essen.

Allerdings gestaltete sich das in den letzten Wochen wirklich schwierig!

An den ersten beiden Tagen nach unserer Einreise habe ich zwei Restaurants an Schnellstraßen entdeckt, die den Namen "Gyrosland" trugen. Es wirkte wie eine Art Fast-Food-Kette. Allerdings war es in beiden Fällen so, dass wir kurz zuvor etwas gegessen hatten und wir Lucy somit immer auf später vertrösteten.

... Und dann gab's nirgends mehr Gyros 🙈

Wir haben einige Restaurants, Tavernen usw aufgesucht - aber nie gab es Gyros. Oft fragte Rico direkt danach - und bekam als Antwort nur fragende Gesichter.


So, und nun fragte er auch in dieser kleinen Dorf- Taverne.

Nachdem der Besitzer unser Anliegen verstanden hatte, stimmte er zu: "ach, na klar! Dann mach ich euch eben 3 Portionen davon. Kein Problem." gab er uns mit Mimik und Gestik zu verstehen.


Abends kamen wir also wieder. Wir waren die einzigen Gäste und wurden liebevoll umsorgt.

Nun war auch die Frau des Besitzers da und die Verständigung war heiter.

Wir wollten Ouzo - doch die Dunja empfahl uns den selbstgebrannten Tuica ihres Mannes. Als sie unsere Unsicherheit bemerkt, brachte sie uns eine Kostprobe.... Aiaiai 🙈 das Zeug brannte... Baaahhh, das konnte nicht gesund sein 😂

Wir lehnte keuchend und hustend ab und wollten doch lieber Ouzo 😉

Sie ging hinter die Theke und erzählte ihrem Mann davon. Ohje, wie er plötzlich den Kopf hängen ließ und das enttäuschte Gesicht werde ich wohl nicht vergessen 🙈😂


Unser Gyros kam, dazu Pommes, Tzatziki und das obligatorische Brot, welches in jeder griechischen Taverne gereicht wird. Es war unglaublich lecker 🤤 und unsere Tochter unglaublich zufrieden 😉

Zum Probieren brachte uns die Wirtin noch einen super leckeren Krautsalat.

Als wir fertig waren, verabschiedet sich die Frau des Besitzers.

Nach einer Weile servierte uns der Hausherr eine Nachspeise. Einfach so, als Geschenk.

Was genau es war, haben wir zwar nicht verstanden, nur, dass es ein typisches Rezept der Region sein.

Es roch und schmeckte wunderbar nach Bratapfel und Zimt, die Konsistenz war eher wie festes Gelee.


Jedenfalls war alles unglaublich lecker, wir waren unheimlich satt und als wir die Rechnung bekamen dermaßen entsetzt 🙈😂

Für 3 Hauptgerichte, Bier, Limo, Schnaps und dazu die Kostproben verlangte der gute Mann... 29€ 🙈


Auch hier zeigte sich wieder:

Seit wir beschlossen hatten, Griechenland den Rücken zu kehren, wollte es uns vielleicht doch noch zeigen, dass es auch viele gute Seiten hatte. 😉


Am nächsten Tag war es sehr grau, bewölkt und regnete gelegentlich - so bekamen wir leider den Gipfel des Olymps nicht nochmal zu Gesicht.

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