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Gastfreundschaft im Anglerparadies

  • Autorenbild: Isabel
    Isabel
  • 10. Sept. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Vor drei Tagen sind wir im Donau-Delta angekommen. Wir haben einen kleinen Campingplatz ausfindig gemacht, der auch Bootstouren anbietet. Der Platz ist wirklich klein, aber wir waren ganz alleine 😉 und somit war er dann doch recht groß 😜

Gabriel und Andrea haben uns sehr freundlich empfangen. Wie es in Rumänien so ist, bekamen wir natürlich erstmal was zu essen 😉 Die Melone nahmen wir bei den warmen Temperaturen gern an 🍉

Später am Tag traf eine deutsche Familie ein. Die Platzbetreiber waren zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort und somit wurden die Gäste vorerst vom Nachbarn eingelassen. Der Deutsche wirkte sichtlich unzufrieden. Er brabbelte Sachen wie "pah, na das ist WIRKLICH ein kleiner Campingplatz" und "Mh. Viele Hunde ringsum" oder "Ich bin gespannt, was das die Nacht hier wird". So kam er dann auch mit mir ins Gespräch - bei unserem großen Camper haben wir ja schließlich genug Möglichkeiten, nachts alles zu verriegeln, was bei ihm im Dachzelt nicht geht. Ich stand erst etwas auf dem Schlauch... Bis er weiter sprach, dass ja jedes angrenzende Grundstück anscheinend einen Hund hat.... Die ja auch kräftig Krach machen....

Ich bestätigte den Eindruck mit dem Hinweis, dass Hunde und deren Gebell ja irgendwie zu Rumänien gehören würde 🤷🏻‍♀️

"NEIN! Auf keinen Fall! Wenn man in der Natur steht, hört man keine bellenden Hunde"

Ich: "Ähm. Doch."

Er: "Steht ihr immer auf Campingplätzen oder auch mal in der Natur???!"

Weiterhin erzählte er mir, wie wichtig sein Schlaf wäre und das so hier ja gar nicht ginge...


Naja, wie dem auch sei: Der Herr war schon bei seiner Ankunft unsympathisch... 🙄 Und deshalb kein großer Verlust, als sie sich nach langem hin und her doch entschieden haben, einen anderen Platz zu suchen.

Der Nachbar, der die Familie eingelassen hatte, schaute auch etwas verwirrt drein, als er eine Weile später zu uns kam- er brachte uns Pfirsiche und Weintrauben 🍑


So hatten wir also wirklich den kompletten Platz für uns 😃

Am nächsten Morgen holte uns Gabriel zur Bootstour ab.

Lucy hatte keine Lust 🤷🏻‍♀️ Sie blieb mir Orle auf dem Platz.

Da es keine weiteren Gäste gab, hatten Rico und ich auch das Boot für uns alleine.

Gabriel erzählte uns viele interessante Fakten über das Delta und die vorherrschende Flora und Fauna.

Mein einziger Wunsch war, bei dieser Tour EINEN Pelikan zu sehen. Seit ich im letzten Jahr am Skutari-See einen freilebende gesehen habe, bin ich ganz verzaubert von diesen Vögeln 🥰

Wir waren noch gar nicht lange unterwegs, da flogen über uns 6 Pelikane 😍 Mein Ziel war also schon erfüllt 😂 es waren aber nicht die letzten an diesem Tag. Wir hatten so viel Glück und haben unzählige Pelikane aus den Nähe sehen können.

Es war traumhaft. Wir haben natürlich noch viele andere Vogelarten gesehen. Verschiedene Reiherarten, Enten und Schwäne, Eisvögel und und und... Leider haben wir nicht alle vor die Linse bekommen 📷 Vor allem die kleinen, flinken Eisvögel gaben gaben uns keine Chance auf ein Foto. 😉

Es war eine wundervolle Tour durch die tolle Natur des zweitgrößten Deltas der Erde🥰


Am Ende der Tour fragte Rico unseren Bootsführer, ob man eine Angelerlaubnis bräuchte um im Donau-Delta zu fischen. Gabriel bejahte das, sagte auch gleich, dass er das gern organisieren kann. Außerdem fuhr er uns noch ein Stück die Donau entlang und zeigte seinen Angelsteg, den wir gern nutzen könnten. Zusätzlich erklärte er uns, dass der dort gelegene große Schotterplatz sein Grundstück sei (er möchte dort einen weiteren Campingplatz errichten) und wir da auch mit unserem Charly stehen könnten ☺️


Wieder auf dem Campingplatz angekommen, fragte Andrea, ob sie für Lucy auch ein Omelett kochen solle - sie würde gerade für ihre kleine Tochter etwas zu essen machen. Es wären also keine Umstände, außerdem habe sie vom Nachbarn so viele Eier bekommen. Wenn's ums Essen geht, sagt Lucy selten nein 😉😂

Kurz danach meinte Andrea, dass das Omelett fertig sei. Doch nicht nur das: Auf den gedeckten Tisch stand neben Lucys Omelett noch ein weiterer Teller mit dieser Eierspeise, aufgeschnittene Tomaten, einen ganzen (!) geräucherten Fisch, Brot und selbst gemachte Zacuscă. 🙈

Die Eier vom Nachbarn, den Fisch hatte Gabriel selbst gefangen, Tomaten aus den Garten und das Paprika-Auberginen-Mus (auch aus eigenem Anbau) hatte Andrea mit ihrer Mutter zubereitet.

Sooooo nett, oder?! ☺️


Am Nachmittag brachte uns Gabriel den Angelschein. Ich fragte nach dem Preis und konnte es gar nicht glauben - 5 Lei. Das entspricht einem Euro.... Unglaublich. 😂 Wir hatten von Beträge wie 20€ gelesen 🙈


Ach, und auch an diesem Tag brachte uns der freundliche Nachbar leckere Weintrauben aus dem Garten 😁🍀


Heute haben wir den Campingplatz verlassen und stehen auf dem erwähnten Platz, der zukünftig auch für Wohnmobile hergerichtet werden soll.

Der ansässige Wachhund Spike ist ein trolliger Kerl, der froh ist, dass er mal Gesellschaft hat 😂 Fröhlich und überschwänglich begrüßte er uns, die ja eigentlich Eindringlinge auf seinem Grundstück sind 😉


Rico hat sich heut morgen sofort mit seinem Equipment auf gemacht und sitzt seither auf dem Steg 🎣 Gabriel brachte zwischendurch mal einige Würmer vorbei - er meinte, dass sei eine sicher Methode hier etwas zu fangen. Naja. Bisher noch nicht 😂


Aber die Kulisse ist einfach fantastisch: Jede Menge Fischreiher stehen an den Seiten, Möwen fliegen umher, unzählige Frösche sitzen auf den Wasserpflanzen, Schlangen zischeln zwischendurch... Eisvögel schießen vorbei... Und immer fliegen Pelikan übers Wasser 🥰


So ein schöner Angelplatz - jetzt müsste er nur mal was fangen 😂

 
 
 

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